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Zahnarzt, Oralchirurg Eschwege, Dr. Mayer, Dr. Ritzmann 05651 / 75 49 00
Praxis

Kiefergelenkdiagnostik

Liegen Funktionsstörungen im Mund- bzw. Kieferbereich – sogenannte Craniomandibuläre Dysfunktionen (CMD) – vor, kann dies zu weitreichenden Folgebeschwerden in unterschiedlichen Bereichen des Körpers führen. Die Kiefergelenksdiagnostik dient dazu, Funktionsstörungen des Kausystems festzustellen und geeignete Therapiemaßnahmen zu bestimmen.

Die möglichen Symptome einer CMD:

  • Schmerzen in den Kiefergelenken
  • Nacken- und Rückenprobleme
  • Muskelverspannungen
  • Ohren- und Kopfschmerzen
  • Abnutzungserscheinungen an den Zähnen

Vermuten wir, dass Ihre Beschwerden vom Kausystem herrühren, ermitteln wir im Zuge einer klinischen Funktionsanalyse den Umfang der Störung, die schmerzauslösenden Bereiche sowie Zahn- und Kieferfehlstellungen. Dies geschieht durch Abtasten der Muskulatur, Belastungstests und eine manuelle Überprüfung der Kieferbewegungen. Sollten wir dabei eine CMD diagnostizieren, stehen uns bei der folgenden instrumentellen Funktionsanalyse moderne technische Hilfsmittel für eine präzise Datenerhebung zur Verfügung:

Die Registrierung

Bei der Bissnahme mit einem intraoralen Stützstiftregistrat (Gerber-Registrat) kann das Aufeinandertreffen von Ober- und Unterkiefer kontrolliert werden. Die Registrierung veranschaulicht die individuellen Unterkieferbewegungen und Kieferrelationen, da bei der Vermessung Markierungen in der Kunststoffplatte des Registrats hinterlassen werden.

Der Gesichtsbogen

Um die Lage des Oberkiefers in Relation zum Kiefergelenk zu bestimmen, setzten wir einen Artex-Gesichtsbogen ein. Dieser wird an verschiedenen Punkten des Kopfes befestigt und bestimmt die Position der Zahnreihen zum Schädel.

Der Artikulator

Der Artikulator ist ein Gerät, das den menschlichen Kieferapparat in seinen Bewegungen simuliert. Unter Berücksichtigung der Untersuchungen mit Gesichtsbogen und Registrat werden Gipsmodelle von Ober- und Unterkiefer angefertigt und in den Artikulator eingespannt. So können natürliche Kieferbewegungen nachgeahmt werden.

Der Orthopantomograph (Röntgen)

Wir verwenden einen Orthopantomographen, um Röntgenbilder des Kiefer- und Zahnbereichs zu erstellen. Das Gerät fährt beim Aufnahmeprozess halbkreisförmig um den Kopf des Patienten herum und liefert ein Orthopantomogramm (OPG), auch Panoramaschichtaufnahme genannt. Das OPG erfasst sämtliche Zähne, die Kieferknochen und -gelenke sowie die Kieferhöhlen.

Je nachdem, welche Art von Craniomandibulärer Dysfunktion wir festgestellt haben, stehen uns eine Reihe meist sehr effektiver Behandlungsmaßnahmen zur Verfügung.

Aufbissschienen

Aufbiss- oder auch Äquilibrierungsschienen können kurzfristig die Ursachen einer CMD ausschalten und sogar langfristig die gewünschte Funktion des Kausystems wieder herstellen. Die Aufbissschiene stoppt weitere Gelenkschäden, verringert Kiefergelenkknacken und korrigiert falsche Bisshöhen und -kontakte.

Positionierungsschienen

Leiden Sie unter einer krankhaften Verlagerung der Gelenkteile, kann eine Positionierungs- bzw. Farrar-Schiene Abhilfe schaffen. Bei erfolgreicher Therapie wird die Schiene bei Bedarf stückweise durch eine Aufbissschiene ersetzt.

Knirscherschienen

Zähneknirschen (Bruxismus) kann negative Folgen für den Zahnschmelz in Form von starker Abnutzung oder Rissen haben. Mit einer individuell angefertigten Knirscher- oder Bruxer-Schiene wird die übermäßige Belastung des Zahnschmelzes verhindert.

Weiterführende Informationen rund um die Craniomandibuläre Dysfunktion (CMD), ihre Auswirkungen und Behandlung finden Sie im Ratgeber Zähne.